Unsere Unvergessenen . . .

Pietra


Pietra
geb. ca. 01.05.2016
† 17.05.2018

Pietra, die große, wunderschöne Hündin vom Pico ist tot!
Die Nachricht kam am Donnerstag am späten Abend. Am Morgen war alles wie immer gewesen, sie hatte gegessen, es gab keine Anzeichen, dass sie am Abend tot im Canil liegen würde. Jährliche Impfung mit Untersuchung hatte erst im Mai stattgefunden.... es war alles ok!
Wir sind erschüttert, denn Pietra durfte gerade mal 2 Jahre alt werden - MORTE SÙBITA.
Ein plötzlicher Tod - ohne Vorwarnung.
Nicht zu begreifen!

Wo Worte fehlen das Unbeschreibliche zu beschreiben,
wo die Augen versagen,das Unabwendbare zu sehen,
wo die Hände das Unbegreifliche nicht fassen können,
bleibt einzig die Gewissheit, dass du für immerin unseren Herzen weiterleben wirst . . .


Hera


Hera
geb. ca. Mitte April 2018
† 30.05.2018

Hera hätte es fast geschafft! Aber nur fast!
Sonja Schmit hatte sie an ihrem Abflugtag in einem Bachlauf gefunden und wir haben die Kleine dort noch am selben Tag rausgeholt und in die Klinik VetMadeira gebracht.
Leider hat sie nur 3 Tage durchgehalten - sie war zu schwach. Die Parasiten, sowohl innerlich als auch äußerlich haben sie nicht leben lassen. Die Hilfe kam zu spät!
Sonja wollte sie adoptieren - wir hätten alles Nötige dafür getan, dass sie in ein wirkliches Leben hätte fliegen können . . .

Die Frage nach dem WARUM bleibt ohne Antwort . . .


Tenshi


Tenshi
geb. Mitte April 2018
† 10.06.2018

Aus katastrophaler Haltung befreit, hatte Tenshi nur noch 5 glückliche Tage, bevor wir sie in die Klinik VetMadeira bringen mussten.
So ein zartes kleines Wesen, gerade mal 8 Wochen alt, hatte endliche eine Chance.
Frisch gebadet, in einem eigenen Körbchen in Sicherheit, von den übermächtigen Parasiten erlöst, versorgt mit gutem Essen - kam dennoch jede Hilfe zu spät.
Anämie mit Nierenversagen, so die Todesursache. Sie hing 5 lange, sorgenvolle Tage am Tropf. Aber sie wurde immer schwächer, trotz aller Therapiebemühungen.
Am Sonntagmorgen verließ sie uns!
Wie soll man da die Kraft finden weiterzumachen? Es ist so absolut sinnlos!

Ein kleiner Engel kam, lächelte und kehrte um . . .


Hoshi


Hoshi
geb. ca. 04.08.2018
† 02.11.2018

Für einen Moment steht die Erde still!
Man will nicht verstehen - kann nicht verstehen. Der Schmerz ist zu gewaltig!

Freitagabend – Anruf von Graca: Lucia i have very bad news! Hoshi is dead!
Der letzte Satz, die letzten 3 Worte – man begreift nicht! Wie kann das sein, er war doch so gesund, so fit, so verspielt, so glücklich mit seinen Geschwistern und Mama Tamashi.
Er hatte etwas Durchfall am Freitagmorgen - ok, das kommt vor - und Graca packte ihn zu Mama Tamashi, dass sie eine bessere Kontrolle hatte. Am Abend, als Tania füttern wollte, das Unbegreifliche: Hoshi war tot!

Er hatte schon eine Familie in Dtl., die sich auf ihn freute. Am 04.12. war sein Abflug vorgesehen.
Es ist kaum auszuhalten.
Es fällt schwer weiterzumachen - die Sinnlosigkeit dieses Todes wiegt schwer.
Und wieder die Frage:
Warum?????????????

Flieg kleiner Stern - in eine bessere Welt . . .


Seya

Seya
geb. ca. 25.12.2010
† 28.11.2018

Heute mussten wir unsere geliebte Seya gehen lassen. Sie war etwas ganz Besonderes für uns. Auch wenn sie nur 6 Monate bei uns war hat sie uns bezaubert mit ihrer zuckersüßen Art. Sie hatte einen starken Willen und war so glücklich trotz ihrer Krankheit. Seya wir werden dich niemals vergessen und wir werden dich immer lieben. Nun bist du wieder mit Donna zusammen und irgendwann sehen wir uns alle wieder.“ (Jessica Hufnagel – Pflegemama von Seya)
Wir alle wussten, dass Seya sehr krank war, aber ihr Wille zu leben, war ungebrochen - bis am 28.11.2018, als Jessica und Sabine Seya frühmorgens in die Klinik bringen mussten. Dass sie so lange durchgehalten hat, liegt daran, dass Seya ihre Jessica abgöttisch geliebt hat und sie die garantiert schönste Zeit ihres Lebens in Dtl. verbracht und jeden Moment genossen hat. Es ist so unglaublich traurig, aber ein Trost, dass Jessica, Sascha, Clyde und Holly Ihr alles gegeben haben in den 6 Monaten was möglich war und sie ein sehr glückliches Mädchen war.
*Auch wenn du nicht mehr bei mir bist…bleibst du…der Engel an meiner Seite … für immer* Sylvia Rassloff


Johnny Blind


 Johnny Blind
geb. ca. 16.02.2010
† 16.05.2019

Johnny Blind ist tot!

Unerwartet und unvorbereitet hat uns diese Nachricht tief getroffen und erstarren lassen.

Ein normaler Untersuchungs-Termin beim Tierarzt war sein letzter Gang. Wie die richtigen Worte finden, wenn man sich wie versteinert fühlt? „Er, der für uns ein Symbol des Guten war, der dafür gesorgt hat, dass man niemals den Glauben verlieren darf, der dafür steht, dass es sich lohnt um ein wenig Leben zu kämpfen, der uns in traurigen Zeiten, in Zeiten des Verlierens, geholfen hat nicht aufzugeben, ist gegangen."

Viele werden denken, dass er doch alt genug, und sowieso taub und blind und somit ohne Lebensqualität war, aber wir denken anders. Wir wissen es anders.

Denn er war ein Kämpfer, der das Leben geliebt hat. Er hatte unzählige Male bereits die Regenbogenbrücke betreten und sich dann anders entschieden. "Du bist und bleibst für uns der Inbegriff an Tapferkeit und Unerschütterlichkeit."( Nachruf von Petra Pöritzsch-Jonas / www.streetdogs-madeira.com/johnny-blinds-happyend ) Wir haben ihn nach Deutschland ausfliegen lassen und das war richtig so. Er hat bei Kerstin Meier mit Sicherheit die 3 schönsten Monate seines Lebens verbringen dürfen. Hat erfahren dürfen was Geborgenheit und Liebe bedeutet.

"Die Zeit heilt nicht alle Wunden, sie lehrt uns nur, mit dem Unbegreiflichen zu leben."

Now you are free Johnny Blind! 

 


Amadeus


 Amadeus
geb. ca. 01.10.2010
† 08.09.2019

Amadeus ist tot!

Wenn man tagelang nicht fähig ist die richtigen Worte zum Abschied zu finden, weiß man wie tief der Schmerz sitzt.

Am Montag den 09.09.2019 war Amadeus eingebucht um mit der Luxair nach Luxemburg zu fliegen und vom Flughafen aus auf seine Pflegestelle nach Deutschland zu fahren. Aber Amadeus konnte nirgends mit hinfliegen, nicht nach Luxemburg und nicht nach Deutschland. Er hatte seine Reise bereits einen Tag zuvor angetreten - seine letzte Reise!

Er war ein Hund aus dem Canil Vasco Gil, der dabei war sich aufzugeben, als Torsten ihn entdeckte. Ein schlimmer Husten quälte ihn und bei VetMadeira stellte sich heraus, dass er Lungenwürmer hat. Im Mai ging es ihm aber so gut, dass er ins Le Petz umziehen durfte und dort verbrachte er wohl seine glücklichste Zeit mit seinen vierbeinigen Freunden . . .

Leider verschlechterte sich sein Zustand Mitte August zusehens - man entdeckte einen irreparablen Tumor am Hals. Erst Samstag den 07.09.2019, zwei Tage vor Abflug, wurde sein Flug abgesagt, obwohl er schon Dienstag einen Termin in einer Spezialklinik in Deutschland gehabt hätte.

Alle hatten noch auf ein Wunder gehofft - doch das Wunder blieb aus für Amadeus. Manchmal ist es einfach nicht genug, auch wenn wir alles versuchen was in unserer Macht steht.

Du bleibst in unserer aller Herzen Amadeus. That´s for sure! 

 



Eddi the Eagle


 Eddie
geb. ca. 2004
† 05.12.2020

Der Preis den man für Liebe zahlt!

  Ein einzigartiger kleiner Madeirenser…

Das Schicksal hat einmal wieder mit aller Brutalität seine hässlichste Fratze aufgesetzt. Am 05. Dezember 2020 mussten wir unseren kleinen madeirensischen Kämpfer Eddi von qualvollen Schmerzen erlösen. Ein Hirntumor verursachte derart Schmerzen, dass er trotz Morphin immer wieder vor Schmerzen aufschrie...

King Eddi the Eagle

Kleiner Eddi, du warst etwas ganz besonderes. Immer wieder schlug dir das Schicksal mit aller unerbittlichen Härte ins Gesicht, und immer wieder bist du aufgestanden. In Funchal wurdest du armer, alte Bursche orientierungslos und verloren auf der Straße gefunden. Du hast um Hilfe gebettelt, aber alle Beine entfernten sich, ohne stehenzubleiben. Nur noch ein Auge, das einigermaßen funktionierte. Dort wo das linke Auge sein sollte eine klaffende Öffnung. Nicht vorstellbar was passiert war und welche Schmerzen du erleiden musstest.

Eddi the Eagle hat uns sofort berührt als wir von ihm erfahren hatten. Wer würde dem traurigen, alten Ritter noch eine Chance geben? Und so beschlossen wir dem kleinen Wonneproppen eine Chance, ein Sprungbrett in eine vielleicht doch noch schöne Zukunft zu bieten. Wenn auch die Zeit für ihn schon weit fortgeschritten war…

Am 12. November 2015 kam dann der alte Recke aus Madeira bei uns an. Wir waren anfänglich sehr besorgt. Eddi war gleichgültig, fast apathisch, ohne Emotionen und Lebenslust. Krumme Beinchen, nur noch eine Auge, auf dem anderen schon Grauen Star, eine große Nabe auf dem Kopf, die von einem stumpfen Gegenstand her stammen musste. Auch eine leichte Herzinsuffizienz wurde diagnostiziert. Auf der Straße hätte er wahrscheinlich nicht lange überlebt, er ließ sich einfach so alles wegnehmen, ohne sich irgendwie zu wehren.

Was hatte man dem kleinen, hilflosen Hund nur angetan?

eddi

Aber nach einigen Tagen war sie da. Mit Hilfe unseres madeirensischen Duos Lolita und Ruca, die sich liebevoll um ihn bemühten, machte Eddi einen Freudensprung und grunzte als wir uns fertig machten zum Gassi gehen. Die erste Emotion nach Tagen, die erste überhaupt. Es sind diese Momente, die dich zutiefst berühren und dir sagen: „Alles richtig gemacht“. Und es sind auch diese Momente die dir, manchmal noch unbewusst, sagen: „Dieser Hund wird hier bleiben“.

Wie könnte man ihn jemals nochmal weggeben, jetzt, da er vielleicht zum ersten Mal in seinem schon fortgeschrittenen Leben fröhlich und munter war. Die Gefahr war einfach zu groß, dass er wieder resignieren würde, wenn er aus seiner Sicht wieder weggeschoben wird. Also durfte Eddi bleiben und komplettierte das „Trio-Infernale“ aus Madeira.

Eddi the Eagle hatte noch fünf schöne Jahre, in denen er aufblühte. Ja, es war immer Eddi, immer speziell. Er hat nie gebellt, nie gespielt. Aber er war immer bei seinem Rudel, immer bei uns, ist auf Baumstämme gesprungen, auf Kommando um Bäume gelaufen oder hat „dreh dich“ gemacht.

Aber das Leben hat den kleinen Knirps auch immer wieder von den Pfoten gehauen. Nach zwei Jahren bekam er eine allergische Reaktion an den Pfoten, die so schlimm war, dass er sich die Pfoten blutig biss oder leckte. Einen ganzen Sommer lang musste er sich mit Trichter oder Schühchen quälen, was aber den Juckreiz oder die Schmerzen auch nicht immer lindern konnte. Selbst die Dermatologie-Koryphäen in der Tierklinik Birkenfeld konnten die Ursache nicht finden. Aber Eddi lief, tapfer, mal mit Schmerzen, Schuhen oder Trichter. Eddi der unglaubliche Kämpfer.

Erst nach Gabe von Apoquel, das man in der Regel bei Neurodermitis anwendet, konnte er nach einiger Zeit wieder komplett befreit ohne brennen bei Nässe und Schühchen oder Trichter laufen. Wirklich schlimme Monate und Horror für den armen Hund, der es nicht verstehen kann.

Zwei Jahre später schlägt das Schicksal erneut gnadenlos zu. Nach einem schweren Bandscheibenvorfall hat Eddi fast keine Gewalt mehr über seine Hinterbeine, schreit vor Schmerzen. Es ist markerschütternd seinen Hund so leiden zu sehen. Chefarzt Dr. Scherer von der Tierklinik Elversberg hatte wenig Hoffnung das Eddi es nochmal schaffen würde. Aber Eddi gibt nicht auf. Täglich machte er Fortschritte und nach einer Woche lief der kleine Wonneproppen besser als je zuvor. Unglaublich wie er sich wieder einmal zurückgekämpft hat.

Vielen Dank an dieser Stelle an unsere Physiotherapeutin Frau Nina Reiber von der Tierphysio Saarpfalz , die Eddi großartig bei seiner Genesung unterstützt hat.

Als ob er nicht schon genug gelitten hätte tauchten Anfang 2020 neurologische Ausfallerscheinungen auf. Der arme Wurm bekam Koordinationsstörungen, konnte zeitweise nicht mehr richtig laufen. Alles gipfelte in einem epileptischen Anfall. Danach war der tapfere kleine Mann komplett blind, konnte nicht mehr laufen, alles erschien hoffnungslos und nur noch Quälerei. Ein letzter Termin am nächsten Morgen sollte die traurige Gewissheit bestätigen.

Und da geschah das Wunder. Wie Phönix aus der Asche erholte sich dieser kleine Kämpfer, Eddi the Eagle, quasi noch am gleichen Abend und über Nacht. So als wollte er sagen, nein, ich will noch nicht gehen. Die Neurologin war einfach nur sprachlos.

Und das Wunder ging weiter. Jeden Tag wurde er munterer, lief schneller und weiter, war wieder mit seinem Rudel im Wald unterwegs und überholte alle im Endspurt beim Abendspaziergang – wohlwissend es gibt danach Abendessen.

Fast ein Jahr noch hatte er wieder ein schönes Leben und erreichte das stolze Alter von etwa 16 Jahren. Dann drückte der Hirntumor, der wohl schon Ursache der ersten neurologischen Ausfälle war, auf einen Bereich im Hirn und verursachte Schmerzen. So schlimme Schmerzen, dass unser kleiner Kämpfer, der nie bellte, vor Schmerzen schrie…

Lieber kleiner Eddi, du großartiger und phantastischer Kämpfer. Du musstest immer wieder schlimme Schmerzen und Leid ertragen und hast dich immer wieder zurückgekämpft und Lebensfreude gehabt. Jetzt musst du nie wieder Schmerzen ertragen! Dort wo du jetzt bist, kannst du wieder auf Baumstämme springen, ohne Schmerzen rennen und endlich sehen wohin du läufst. Lauf los kleiner Mann, wir sind immer bei dir, schauen dir zu und sind irgendwann wieder bei dir, dann rennen wir wieder gemeinsam…

Eddi the Eagle hat unser Leben enorm bereichert. Ständig musste man auf den kleinen aufpassen, immer gab es Einschränkungen und viel, viel Aufwand und Arbeit. Aber die vielen schönen Zeiten und ihn so aufblühen zu sehen sind alle Mühen tausendmal Wert gewesen.

Eddi the Eagle wird immer unvergessen sein.

An alle da draußen die Hunde lieben, eine Hund, Zweithund oder Dritthund adoptieren möchten. Gebt den armen Geschöpfen, die älter sind und oder Handicaps haben eine Chance. Denjenigen, die in den unendlich wirkenden Zwingerreihen des Vasco-Gil ohne Chance auf ein lebenswertes Leben sitzen. Den Müttern der Welpen, die zurückbleiben wenn ihre süßen Welpen vermittelt sind.

Gebt einem weiteren Eddi the Eagle eine Chance und scheut auch nicht den letzten Gang vielleicht etwas früher gehen zu müssen. Ihr werdet so viel Liebe und Dankbarkeit erfahren. Es wird euer Leben erfüllen und bereichern, die armen Würmchen aufblühen zu sehen und ihnen ein schönes und würdevolles Leben in einer Familie zu ermöglichen.

In Memoriam Eddi the Eagle  

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